BEGEGNUNG
MIT FOLGEN
10 ANIMATIONEN

Das Festival Zeiträume und die Fachklasse für Grafik der Schule für Gestaltung Basel

«Die Lernenden sollen mit anderen Disziplinen in Kontakt tretten»

Nicholas Mühlberg
Leiter Fachklasse für Grafik

Wie seid Ihr auf dieses Sommerprojekt gekommen?
Die erste Idee bestand darin, in unserem diesjährigen «Sommerprojekt» über das Festival «ZeitRäume» eine Art Dokumentation zu erstellen, anhand von Fotografien, Videos und kurzen Texten. Jedes Team der Fachklasse für Grafik sollte dabei ein kleines Büchlein herstellen und die jeweilige Aufführung mit Bild und Tonaufnahmen dokumentieren.
Dieses Projekt war uns schliesslich jedoch zu wenig ein «Grafikprojekt». Die Arbeit sollte «künstlerischer» und kreativer sein. Die Themen Musik, Architektur und Grafik ergänzen sich unserer Meinung gegenseitig nach sehr gut.
Zusammen mit meinem Kollegen Florian Görner, einem Spezialisten für das bewegte Bild, entstanden verschiedene Konzepte, welche mit dem Leitungsteam der «ZeitRäume», Bernhard Günther, Beat Gysin, Lisa Nolte und Anja Wernicke besprochen wurden. «ZeitRäume» war begeistert von unseren Ideen und unterstützte uns. Das Projekt war jedoch kein «Auftrag», wie es sonst meistens bei den Sommerprojekten üblich ist, sondern eine Kooperation.
Aus dem Diskussionen mit dem «ZeitRäume»-Team resultierte die Idee, «Kurzberichte» zu einzelnen Festivalevents in Form von Animationen zu gestalten. Dafür entstanden drei Gruppen mit den Themen Animation, Web und Dokumentation.

Was ist der Nutzen des Projekts für die Lernenden?
Die Lernenden sollten mit anderen Disziplinen in Kontakt treten und ihren Horizont über die Grafik hinaus öffnen. In diesem Fall mit den Kunstformen Musik und Architektur. Grafikerinnen und Grafiker müssen, um auch inhaltlich gute Arbeit leisten zu können, einen weiten kulturellen Horizont haben und über eine breite Allgemeinbildung verfügen, insbesondere in den Bereichen Kunst, Alltagsgestaltung, Politik und Gesellschaft. Um zu diesem Horizont zu gelangen, müssen sie einen Einblick in unterschiedliche andere Disziplinen als ausschliesslich in die Grafik erhalten.

Wie stehen Sie zum Genre der zeitgenössischen E-Musik?
Ich persönlich bin ein Musikliebhaber. Ich höre sowohl klassische Musik, beispielsweise Bach und Brahms, aber auch Rockmusik, Jazz, Folk. Für E-Musik bin ich (noch) kein Spezialist, aber ich freue mich auf die Einblicke in diese Welt während des «ZeitRäume»-Festivals!