BEGEGNUNG
MIT FOLGEN
10 ANIMATIONEN

Das Festival Zeiträume und die Fachklasse für Grafik der Schule für Gestaltung Basel

Das Hallenbad Spiegelfeld Binningen gehört zum gleichnamigen Schulhaus, ist aber auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben verschiedenen Becken und Rutschbahnen, bietet es Saunen und Kurse für Gymnastik, Pilates und Zumba an.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Starke Fluchten und markante Kacheln»

Chiara Antonini, 22

Mit welchem Ort befasst du dich?
Ich befasse mich mit dem Hallenbad Spiegelfeld in Binningen.

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Ein typisches Hallenbad, teilweise modern, teilweise altmodisch. Die orangefarbene Rutschbahn sticht heraus und bleibt in Erinnerung.

Was ist dein Konzept?
Ein Konzept besteht daraus, mit dem Element Wasser zu spielen.

Wie kann man Wasser visualisieren?
Ein weiteres Thema ist der Raum mit seinen starken Fluchten und den markanten Kacheln. Kann der einbezogen werden? Eventuell als abstrakte Umsetzung.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Wir machen Versuche mit Tusche in Wasser aber auch mit Fotografien und verschiedenen Animationen.


«Ein rhythmisches Spiel der verschiedenen Rechtecke»

Martin Sutter, 23

Was ist dein Konzept?
Die typischen Elemente und Formen des Hallenbades sollen in die Animation miteinbezogen werden. Dies sind die extreme Flucht des länglichen Raumes und die Rechteckformen des Betons und der Kacheln. Dabei wird mit den Formen gespielt. In diesem Versuch soll ein rhythmisches Spiel der verschiedenen Rechtecke entstehen, wobei die Flucht weggelassen wird. Das Ganze reduziert in schwarz und weiss.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Es soll eine digitale Animation entstehen, bestehend aus rechteckigen Formen in schwarz/weiss.

Umsetzung
Viele Erlebnisse aus der ersten und zweiten Projektwoche wurden zusammengeführt und an die Stimmung der Musik angepasst. «Einiges musste auch verworfen werden, vieles schien der Vielfältigkeit des Musikstückes nicht gerecht zu werden», so ein Teammitglied.


Komponisten

Junghae Lee
Giorgio Tedde

Gestalterinnen und Gestalter

Chiara Antonini
Rebekka Cueni
Fani Lehner
Martin Sutter

2 Meilensteine

Friedhof am Hörnli

Die Wurzeln des Basler Zentralfriedhofs am Hörnli reichen drei Jahrzehnte vor deren Eröffnung zurück. Anfangs des 20. Jahrhunderts forderte der Basler Grosse Rat einen Bericht zur Situation bei den Bestattungen, die in den fünfzig Jahren zuvor wegen der rasant steigenden Einwohnerzahlen nicht mehr lange mit den bestehenden Friedhöfen zu bewältigen waren. Ein Problem war allerdings die Tatsache, dass für ein solches Vorhaben genügend geeigneter Boden für einen Bestattungsort von grossen Ausmassen gefunden werden musste. Wichtig war die Beschaffenheit des Bodens, die einer schnellen Verwesung förderlich sein sollte.

Der Grosse Rat gab 1919 sein Einverständnis zum Projekt eines Zentralfriedhofs auf dem Areal, welches als «Hörnli» bekannt war. 1922 wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. 1925 hiess der Grosse Rat hiess das bereinigte Projekt des Basler Zentralfriedhofs am Hörnli gut. Im Oktober 1926 begannen die über fünf Jahre dauernden Bauarbeiten.

Nun wird die Parklandschaft zur Bühne einer Reise in Wort und Ton entlang der Abschnitte eines Lebens.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Ich kann mich im Abstrakten austoben»

Michelle Wanzenried, 21

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Das Gefühl, auf einem Friedhof zu sein und sich dabei fast schon wohl zu fühlen, ist leich surreal. Der Friedhof am Hörnli ist extrem gepflegt und erstreckt sich über eine grosse Fläche.

Was ist dein Konzept?
Das Konzept ist, die Stimmung des Friedhofes aufzunehmen und einen virtuellen Spaziergang mit dem Zuschauer durchzuführen. Wir möchten mit Perspektive und Kamerabewegung einen Illustrierten Gehweg, der im Friedhof aufzufinden ist, mit Büschen und einer Treppe, selbst interpretieren.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Ich arbeite mit Tusche und Acryl.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Da es sich bei dieser Location um keinen Raum, sondern um einen Ort im Freien handelt, möchten wir diese Stimmung übernehmen.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Mit Zeiträume zu arbeiten macht mir grosse Freude. Ich kann mich auf eine abstrakte Art austoben und selbstständig kreativ sein.

Umsetzung
Das Konzept für die Animation entstand vor Ort. Es enstand durch die Erfahrungen am Konzert. Im Konzept soll aufgegriffen werden, dass die Musik an verschiedenen Standpunkten gespielt wude. Die Musik ist ruhig, passend zum Ambiente eines Friedhofs.


Komponist

Dominik Dolega

Gestalterinnen und Gestalter

Leonor Burkhard
Noah Drillung
Dimitri Erhard
Michelle Wanzenried

3 Dachterrassenmusik

Altstadt

Andreasplatz, Barfüsserplatz, Freie Strasse, Gerbergässlein, Gerbergasse, Heuberg, Hutgasse, Imbergässlein, Leonhardsplatz, Lohnhof, Marktplatz, Münsterturm, Nadelberg, Pfeffergässlein, Rümelinsplatz, Schnabelgasse, Spalenberg, Stapfelberg, Streitgasse, Unterer Heuberg. Über 100 BläserInnen spielen auf den Dächern und Balkone der Grossbasler Altstadt und verwandeln diese in ein musikalisches Labyrinth. Die Musik erfüllt die gesamte Altstadt infolge der Verteilung von Musikquellen auf mehrere ausgewählte Standpunkte.

 

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Musik aus den Fenstern und von den Balkonen»

Ayleen Weidmann, 17

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Vor Ort aufgefallen sind mir die vielen unterschiedlichen Fenster und Zwischenräume. Der Ort ist zudem sehr verwinkelt.

Was ist Euer Konzept?
In mein Konzept lasse ich meine Eindrücke vor Ort einfliessen. In diesem Entwurf behandle ich die Fenster und Zwischenräume. An der Veranstaltung wird die Musik aus den Fenstern und von den Balkonen klingen. Dies macht die Elemente zu einem wichtigen Punkt.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Verschiedene Versuche mit analogen digitalen Techniken. Unter anderem eine Analoge Collage-Techink und eine lineare Umsetzung.

«Ich versuche, die Musik in der Enge zu visualisieren»

Robin Schärer, 19

Wie fühltest du dich in der Umgebung/ Wie interpretierst du den Raum?
Ein sehr enger, verwinkelter Ort voller schmaler Gassen. Er wirkt sehr zufällig durch die Anordnungen der Fenster und Türen.

Was ist dein Konzept?
Die Zufälligkeit und die Unterschiede der Fenster und engen Türen sollen elementare Eigenschaften meiner Arbeit sein. Ich versuche, die Musik in der Enge zu visualisieren.

Mit welchen Materialien/ Technik Arbeitest du?
Ich fertige Collagen und lineare Skizzen an und arbeite sowohl analog als auch digital.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Mir gefallen die Willkürlichkeit und der unberechenbare Ton in den Gassen.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Ich bin gut in der Zeit, habe eine tolle Gruppe - es sieht gut aus.

Umsetzung
Es wird sowohl digital als auch analog gearbeitet und experimentiert. Dabei entstehen Collagen aus analogen Elementen auf digitalem Hintergrund, die spielerisch zur Musik aufblitzen und tanzen. Das Konzept passt sich der leicht retuschierten Audiospur an, wobei die Gruppe den Musikstil in der ersten Projektwoche bereits gut getroffen hat und sich darum dieser Arbeitsweg nun gut bewährt. Der Schlüssel dazu war die Kenntnis der Tatsache, dass die Musik von verschiedenen Orten aus gespielt werden würde.


Komponist

Matthias Heep

Gestalterinnen und Gestalter

Carmen Dillier
Julia Ehrsam
Joschua Eslava
Rotjana Linz
Selina Marrero
Robin Schärer
Aïmée Schmid
Ayleen Weidmann
Benjamin Zesiger

4 RaumKunstMusikMuseum

Kunstmuseum Basel

Das Kunstmuseum besteht aus insgesamt drei Gebäuden. Dazu zählen der 1936 gebaute Hauptbau und der Neubau von 2016. Im Hauptbau werden permanent einzelne Bereiche der öffentlichen Sammlung gezeigt. Im Neubau Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen.

Als drittes Gebäude ergänzt das Museum für Gegenwartskunst von 1980 den Komplex.

«Quartett mit Flügel» Das Werk von Roland Moser, eine Uraufführung, wird in zwei Räumen des Neubaus von Marcus Weiss (Saxophon), MikeSvoboda (Posaune), Jürg Henneberger (Klavier) und Edieson Ruiz (Kontrabass) gespielt.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Es ist viel zu heiss!»

David Fritsch, 18

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Der Raum kam mir trist, steril und langweilig vor. Ein Raum mit repetitiven Elementen.

Was ist dein Konzept?
Ich arbeite in schwarz/weiss, linear, grafisch und abstrahiert. Ein Mix aus allem.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Beides ist ausgewogen, die analoge und die digitale Arbeit. Ich brauche Papier, Stift und den Computer.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Das Geometrisch-Lineare möchte ich aufbrechen, das findet sich ja auch nicht in der Musik des Festivals.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Bis jetzt habe ich tolle Eindrücke, aber es ist viel zu heiss.

Umsetzung
Die Aufgaben in der Anmation wurden aufgeteilt. Ein Teil der Gruppe arbeitet analog, der andere digital. Die Animationsentwürfe passen gut zum Ton, die Animationen müssen dem Rhythmus der Musik angepasst werden. Der Ton besteht aus einzelnen Tönen.


Komponist

Roland Moser

Gestalterinnen und Gestalter

David Fritsch
Sophia Lavater
Angélique Moret
Amadea Waldmann

5 One Shot Train

Gare du Nord

Der «Bahnhof für Neue Musik» ist der Kulturort für zeitgenössische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit rund 100 Veranstaltungen pro Saison bildet der Gare du Nord am Badischen Bahnhof eine Plattform für Komponisten und Interpreten, und gilt als kultureller Treffpunkt. Als Musikbahnhof mit Barbetrieb ist Gare du Nord ein Ort des Aufbruchs wie des Aufenthalts.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Überall riecht es nach Farbe und Holz»

Silja Bossert, 19

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Ein sehr spezieller, alter Ort mit vielen unterschiedlichen Räumen und Sälen. Er kommt mir vor wie eine Burg oder ein Schloss. Überall riecht es nach Farbe und Holz.

Was ist dein Konzept?
Das Publikum ist in Bewegung, dies ist nun auch das gestalterische Grundprinzip meiner Arbeit. Darum geht es bei mir um Dynamik. Ich möchte verschiedene Techniken miteinander verbinden.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Ich arbeite mit so ziemlich allem.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Ich versuche, die Bewegung zu verdeutlichen und sie in meiner Arbeit sicht- und spürbar zu machen.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Alles ist sehr abwechslungsreich. Es ist sehr spannend, im Team andere Überlegungen miteinzubeziehen. Zudem finde ich die Idee sehr interessant, die Sommerprojekt-Wochen in Etappen mit Abständen aufzuteilen. Ich bin mir noch unsicher, ob man so den Faden verlieren könnte oder nicht, aber es ist etwas Neues.


«Viel Bewegung wird integriert»

Julia Estrada, 19

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Die ganze Location ist in drei Räume und einen Keller aufgeteilt. Die Räume sind sehr alt, aber beeindruckend schön, mit hohen Decken. Man fühlt sich wohl hier. Der Keller ist wiederum ein düsterer und bedrückender Ort.

Was ist dein Konzept?
Mein Konzept widme ich der Musik. die kommenden Aufführungen im Gare du Nord werden Stationentheater sein, es erzeugt viel Bewegung. Auch versteckte Formen sind im Gare du Nord vorhanden. Diese Formen möchte ich einbauen.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Anhand von Zeichnungen, hauptsächlich mit Filzstift.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Ich möchte eine impulsive Stimmung erzeugen.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Da es das erste Mal für mich ist, dass ich mit Animation arbeite, ist es eine Herausforderung. Mein Interesse ist jedoch geweckt und ich freue mich auf weitere Animationsprojekte in der Fachklasse für Grafik.

Umsetzung
Die musikalischen Werke von vier Künstlern dienen als Inspirationsquelle für die in der ersten Projektwoche entstandenen Collagen. Die Adaption an die vorhandene Arbeit funktioniert reibungslos, obwohl diese Arbeit als schwierig zu planen empfunden wurde, da die Gruppe in der ersten Projektwoche noch keine spezifische Vorstellung davon hatte, wie die Musik wohl klingen würde. «Es war nur schwierig planbar, ohne die Musik zu kennen.»


Komponist

François Sarhan

Gestalterinnen und Gestalter

Seydina Anastasia
Silja Bossert
Julia Estrada
Gino Gallacchi

Die Allgemeine Gewerbeschule ist eine Ausbildungstädte mit einer über 200-jährigern Geschichte. Am heutigen Standort ist sie seit den 1960er Jahren. Die Berufsschule wurde von herausragenden Figuren wie Armin Hofmann und Emil Ruder begründet.

Die Architektur von Hermann Baur (1894-1980) aus den frühen Sechzigerjahren besteht aus einer Fusion zwischen Skulptur und Architektur. So sind auch Kunstwerke von Armin Hoffmann und Hans Arp mit integriert. Auch die Maurerhalle mit ihrer gefalteten Optik besticht durch hervorragende Architektur.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Von Licht durchflutet»

Anaïs Gysin, 21, und Nikolaj Jaberg, 16

Wie fühltet ihr euch in der Umgebung? Wie interpretiert ihr den Raum?
Der Raum wirkt gross und steril. Man empfindet ihn sowohl laut durch den Hall wie auch still und gemütlich. Die Halle ist von Licht durchflutet und wirkt warm.

Was ist euer Konzept?
Das Konzept unserer Gruppe ist eine lineare Umsetzung und die Verwendung eines Rasters, um die «Gitterinstallation» mit einzubeziehen.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitet ihr?
Wir möchten die Formen der Architektur aufnehmen. Wir arbeiten analog mit verschiedenen Dreiecken, welche den Raum auf eine abstrakte Weise nachstellen sollen. Dazu verwenden wir Tusche und Graphitpulver, um verschiedene Helligkeiten darzustellen.

Umsetzung
Durch verschiedene Epochen des Projekts wurde das Animationskonzept der Gruppe «Gitter» definiert. «Durch die abstrakte Musik wird das Tempo bestimmt», verrät uns das Team. Sie erarbeiteten ein Konzept, welches aus einer Kombination von digitalen und analogen Arbeiten anzusehen ist.


Komponisten

Beat Gysin
Nadir Vassena

Gestalterinnen und Gestalter

Anaïs Gysin
Nikolaj Jaberg
Lisanna Keller
Leonie Schmid
Sashauna Wray

Die Schule für Gestaltung Basel ist eine Ausbildungstädte mit einer über 200-jährigern Geschichte. Am heutigen Standort ist sie seit den 1960er Jahren. Die Berufsschule wurde von Persönlichkeiten wie Armin Hofmann und Emil Ruder geprägt. Die Architektur besteht aus einer Fusion zwischen Skulptur und Architektur. So sind auch Kunstwerke von Armin Hoffmann und Hans Arp integriert.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Etwas zum Leben zu erwecken»

Luca Jäggi, 16

Mit Welchem Ort befasst du dich?
Ich befasse mich mit dem Aktsaal der Schule für Gestaltung und dessen Umgebung.

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Der Aktsaal der Schule für Gestaltung ist sehr hell und geräumig. Ich fühlte mich dort sehr wohl zum arbeiten und meine Skizzen anzufertigen.

Was ist dein Konzept?
Ich konzentriere mich jedoch auf die Wohlfühl-Atmosphäre des Aktsaales, diese möchte ich zum Ausdruck bringen. Spannend wäre es jedoch mein Konzept auch auf den Gegensatz zu fokussieren, also eine Art Bedrohung aus dieser Atmosphäre herauszuholen.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Ich arbeite anhand von Fotografie, Kollage und zeichne dazu.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Die Aussage soll sich dem Raum anpassen und Bewegung hinzufügen. Etwas «zum Leben zu erwecken».

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Dies ist mein erstes Sommerprojekt und ich bin gut eingestiegen. Die Atmosphäre und Arbeitseinstellung der anderen gefällt mir, das Projekt ist sehr Interessant und macht Spass.

Umsetzung
Zu Beginn wurden viele verschiedene Animationen entworfen. Aufgrund der vielseitigen Improvisationen in den einzelnen Musikstücken hat die Gruppe viele Optionen offen. «Die Musik hat das Konzept nun konkretisiert», erzählt die Gruppe. «Das Zusammenbringen von Bild und Ton, damit diese übereinstimmen, ist jedoch nicht ganz einfach.» Für die Gruppe dient die Musik dennoch als Inspirationsquelle, «da sie ein Bild vor Augen führt.»

Künstlerinnen und Künstler

Studierende des Bildungsgangs HF Visual Merchandising Design SfG Basel
Studierende der Improvisationsklasse der Musik-Akademie Basel, Hochschule für Musik FHNW

Gestalterinnen und Gestalter

Tim Buser
Luca Jäggi
Idil Mercan
Elisa Wolf

8 Composing Space

Parkhaus Ciba, Basel

Aufgrund der progressiven Vermehrung der Motorfahrzeuge in Basel seit 1951, hat die CIBA eine Auto-Einstellhalle für 1100 Wagen erbaut. Damit wurde das bisher grösste Garagenprojekt in der Schweiz verwirklicht. Standort dieser Parkhalle ist der Raum zwischen Baden-, Weiler- und Gottesackerstrasse. Das Parkhaus bietet viel Platz und einzigartige Eigenschaften, die für musikalische Ereignisse unkonventionell, aber mit Echo und Widerklang der Mauern des Parkhauses einmalige Gelegenheiten bieten. Die Spiralfläche des Parkhauses wird zum Instrument durch die raumgreifende Installationen. Die Raumakustik und das Hören tritt miteinander in Beziehung: 24 Klavierstücke rund um den Atem, den Nachhall, das Verklingen, die Reduktion und die Konzentration auf einzelne Klangereignisse.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Uns sind kaum Einschränkungen gesetzt»

Jan Espig, 21

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Ein sehr offener, erstaunlich heller und kontrastreicher Ort. Er besteht aus vielen schrägen Kanten und Ecken, kommt mir aber, dadurch dass er so geöffnet ist, trotzdem freundlich vor.

Was ist dein Konzept?
Ich möchte experimentieren und den Raum erkennbar machen.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Geplant ist eher analoge als digitale Arbeit. Ich möchte noch abpausen und farbige Papiercollagen erstellen.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Wir haben uns noch nicht auf eine Botschaft beschränkt.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Es ist eine anspruchsvolle Arbeit mit begrenzter Zeit, doch uns sind kaum Einschränkungen gesetzt. Das Thema ist interessant, ein gutes Zusammenspiel zwischen Musik und Gestaltung.

Umsetzung
Die Umsetzung wurde in der Gruppe «Composing Space» auf verschiedene Personen aufgeteilt und separat bearbeitet. Die Musik hat keinen gleichmässigen Takt, sie lässt vieles offen. Wir waren aber zufrieden mit den Umständen.


Musikerinnen und Musiker

Studierende der Musikhochschule FHNW,
Studierende der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatk FHNW,
verschiedene Komponisten

Gestalterinnen und Gestalter

Chesa Cuan
Jan Espig
Maxine Kaddour
Linus Riegger

Seit der Gründung des Historischen Museum Basel im Jahr 1894 beherbergt die Barfüsserkirche das Museum für Geschichte. Die gotische Bettelordenskirche war ursprünglich ein Kloster der Franziskaner, die dem Platz auch ihren Namen gaben. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Barfüsserkirche, zwischenzeitlich unter anderem ein Salzmagazin, zu einem Museum.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Ruhig und schwebend, die Stimmung einer Kirche»

Joanne Lackey, 20

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Ich persönlich fühlte mich nicht sehr wohl dort. Ich kann mir die Atmosphäre der Kirche aber gut in Kombination mit der Musik vorstellen.

Was ist dein Konzept?
Die Durchlässigkeit und Muster der Fenster in der Kirche sind meine Bausteine. Ich kreiere eine bewegte Animation dazu.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Anhand von Collagen und zeichnerischen Umsetzungen.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Ruhig und schwebend, die Stimmung einer Kirche.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Ich konnte in diesem Projekt viel über die Programme lernen, mit denen man animiert. Es war allgemein ein guter und interessanter Start in mein zweites Ausbildungsjahr, mit einem tollen und fördernden Projekt.


«Die grossen Bögen und Balken»

Leonie Flückiger, 20

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Der Ort wirkt sehr ruhig, gross, ein wenig düster und hat ein schönes Licht.

Was ist Euer Konzept?
Ich arbeite mit den architektonischen Merkmalen der Kirche. Dies sind die grossen Bögen und Balken an der Decke, wie auch die Fenster.

Mit welchen Materialien und Techniken arbeitest du?
Passend zu den historischen Malereien in der Kirche, entwerfe ich eine Animation mit übermalten Fotografien. Bei meinen Entwürfen beziehe ich zudem die unterschiedlichen Muster der Kirchenarchitektur mit ein.

Umsetzung
«Für das Konzept wurde der Entwurf ausgewählt, der am besten zur Musik passt», erzählt die Gruppe. Da die Umsetzung aus verschiedenen Ebenen besteht soll, wurde die Arbeit im Team aufgeteilt. Die Animation wird einen collageartigen Charakter haben.


Komponist

John Cage
Roman Haubenstock-Ramati

Gestalterinnen und Gestalter

Leonie Flückiger
Joanne Lackey
Nora Martin
Rebecca Venz

10 Turmkonzerte

Werkraum Warteck

PP bedeutet «Permanentes Provisorium» und steht für Veränderung und Entwicklung. Ansätze von Werkraum-Gedanken sind in der Jugendbewegung der 1980er Jahren entstanden. Eine Brauerei, gegründet 1889 als «AG Bierbrauerei zum Warteck B. Füglistaller Nachfolger», stellte ihre Produktion 1990 ein und sollte zum Werkraum gemacht werden, so die Vision des Architekten Roger Diener. Er wollte die Warteck Invest AG für eine Wohn- und Büroüberbauung gewinnen, die Erhalt und Umnutzung der Brauerei einschloss. Der Erhalt der alten Gewerbearchitektur galt als städtebaulich sinnvoll und finanziell rentabel. 1994 Gründung der «Stiftung Warteckhof», die das Gebäude mit dem Ziel einer kulturellen und gemeinnützigen Nutzung verwaltet.

 

 

Statements aus der Werkstatt:

«Der weite Ausblick aus den Fenstern öffnet den Raum»

Sarah Rosskopf, 19

Wie fühltest du dich in der Umgebung? Wie interpretierst du den Raum?
Der Raum an sich wirkt klein und eng. Der weite Ausblick aus den Fenstern öffnet jedoch den Raum.

Was ist Euer Konzept?
In meine Animation beziehe ich den Klang ein. Er wird durch Farben symbolisiert. Diese bewegen sich während der Animation aus den Fenstern des Turms und weiten sich schliesslich auf das gesamte Bild aus.


«Ein sehr ambivalenter Raum»

Basil Huwyler, 21

Wie fühltest du dich in der Umgebung/ Wie interpretierst du den Raum?
Dies ist ein sehr ambivalenter Raum. Er kann etwas eng werden, die Aussicht jedoch ist ein grosses Plus. Ich fühlte mich zwar wohl in diesem spannenden Raum, zu lange würde ich in dieser hohen und engen Lokation aber nicht bleiben.

Was ist dein Konzept?
Mein Konzept basiert ganz auf der Musik, die später dort gespielt wird. Diese möchte ich visualisieren. Das Ganze soll bewegt und wild werden.

Mit welchen Materialien und Technik Arbeitest du?
Ich setze alles mit Mischtechniken um und lasse mir hier viel Spielraum.

Welche Botschaft möchtest du mit deiner Animation vermitteln?
Die Aussage ist ziemlich neutral, die Animation soll aber einen ruckigen Stil ausstrahlen.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Projekt?
Da das Projekt sehr frei ist und man selbstständig arbeitet, kann es für den einen oder anderen sicher schwerer werden. Es ist genau diese kreative Freiheit die ich geniesse. Ich finde das Projekt sehr spannend.

Umsetzung
Das Konzert hat vieles im Bezug auf das Konzept vereinfacht und für Klarheit gesorgt. Die Musik ermöglicht ein genaueres Vorstellungsvermögen, wobei die ursprünglichen Ideen gut weiterverfolgt und konkretisiert werden können. Es war aber auch Glück dabei, dass das ursprüngliche Konzept die neuen Bedingungen der Musik recht gut erfüllt, was der Gruppe mehr Zeit für die weitere Arbeit an ihrer Umsetzung gewährt.


Komponisten

Alban Berg
Alexandre Delgado
György Ligeti
Bertold Lutoslawski

Musikerinnen und Musiker

David Dias da Silva
Sinforosa Petralia

Gestalterinnen und Gestalter

Basil Huwyler
Vincent Klein
Lea Münger
Sarah Rosskopf